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14.10.2015 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Häslein schlachten

Selbstreferenz ist öde. Bernd Stegemann lobt den Realismus als ästhetische Methode

Kai Köhler

Es gibt eine Theorie, derzufolge alles, was wir für Wahrnehmung halten, eine Konstruktion unserer Nerven ist. Diese Ansicht überzeugt nicht einmal ihre Vertreter: Auch der entschlossenste Konstruktivist beschimpft, wenn ihm sein Portemonnaie geklaut wurde, den Dieb und nicht sein Gehirn. Der Fehler – einer der Fehler – dieser Theorie ist es, etwas als reines Erkenntnisproblem zu behandeln, was die Praxis als Korrekturinstanz hat.

Damit ist der Erfolg der Theorie erklärt. Sie scheint die Frage nach der Wahrheit zu erledigen und entzieht damit jeder gesellschaftlichen Kritik den Boden. Den isolierten Einzelnen bleibt nichts, als sich für den neoliberalen Wettbewerb zu perfektionieren. Die postmoderne Ideologie greift dankbar die Relativierung jeder Erkenntnis auf und wiederholt ihre Lieblingsthese: Jeder gesellschaftliche Anspruch auf Wahrheit führe zu Fundamentalismus und Totalitarismus.

Die Blütezeit dieser Anschauung waren die 1990er Jahre, kurz nachdem ...

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