Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
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05.09.2015 / 0 / Seite 5 (Beilage)

»Die Realität hat uns eingeholt«

Von der Schwierigkeit zu überspitzen und der künstlerischen Freiheit, Fragen aufzuwerfen: Rechtsterrorismus als Theaterstück im öffentlichen Raum. Ein Gespräch mit Christiane Mudra.

Interview: Claudia Wangerin

Christiane Mudra ist Schauspielerin, Autorin und Theaterregisseurin. In ihren Stücken verarbeitet sie Themen wie Krieg und Medien, Überwachung, Rechtsterrorismus und Geheimdienstskandale. Ihr neuestes Werk »Wir waren nie weg. Die Blaupause« wurde in diesem Sommer als »heimattreuer Western« an Originalschauplätzen im öffentlichen Raum Münchens aufgeführt. Es war als erster Teil einer Trilogie angekündigt. Eine aktualisierte Fassung von Teil eins soll es 2016 geben. Die Förderung ist noch ungewiss.

Die Idee zu einem Theaterstück über Rechtsterrorismus und staatliche Verstrickungen kam Ihnen als Zuhörerin im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München. Das Ergebnis handelt aber nicht nur vom »Nationalsozialistischen Untergrund«. Wann haben Sie beschlossen, einen Bogen vom Oktoberfest-Attentat 1980 dorthin zu schlagen?

Die Parallelen zum Oktoberfest-Attentat habe ich eigentlich schon recht früh gesehen, aber bei dem Kinofilm »Der blinde Fleck«, der auf den...

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