Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
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12.03.2015 / 0 / Seite 17 (Beilage)

Am Puls der Zeit

Die japanische Mangakultur hat eine lange Geschichte. Heute ist sie lebendiger denn je

Michael Streitberg

Tokio: Eine vollgestopfte U-Bahn während der abendlichen Rushhour. Kaum etwas scheint die vielen, aneinander gedrängten Menschen zu verbinden. Vom Schulkind bis zum Büroangestellten versucht jeder, irgendwie die Zeit totzuschlagen – oder kämpft mit seiner durch chronische Überarbeitung verursachten Müdigkeit. Und doch, eines fällt auf: Zahlreiche Passagiere jeden Alters schmökern in dicken Mangazeitschriften.

Ein solches Stimmungsbild eröffnete vor etwa 20 Jahren, in der Zeit der ersten erfolgreichen Mangaübersetzungen, zahllose Artikel in den Kulturteilen europäischer Zeitungen. Heute, da sich Smartphones und DS-Spielkonsolen großer Beliebtheit erfreuen, ist diese Szenerie nicht mehr so allgegenwärtig. Dennoch: Verschwunden sind die Comicleser aus Japans öffentlichen Verkehrsmitteln keineswegs – ebensowenig wie die Kunstform Manga aus dem japanischen Alltag.

Noch heute erfreuen sich Manga einer riesigen Fangemeinde. Hinsichtlich ihrer Verbrei...

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