Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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28.05.2014 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Was das Leben eigentlich ist

Marcel Cohen und Helga Pollak-Kinsky haben als Kinder die Verfolgung durch die Nazis überlebt und erst im Alter ihre Erinnerungen aufgeschrieben

Erich Hackl

So verschieden die beiden Bücher von Marcel Cohen und Helga Pollak-Kisnky auch sind, sie bieten zwei Varianten ein und derselben Geschichte: von Kindern, die, zur Vernichtung vorgesehen, überlebt haben und die im Alter darangegangen sind, ihre Erinnerungen aufzuschreiben.

Der Junge von damals heißt Marcel Cohen, ist inzwischen 76 Jahre alt und lebt in seiner Geburtsstadt Paris. Als er fünf war, am 14. August 1943, und von einem Spaziergang mit dem Dienstmädchen Annette nach Hause kam, sah Marcel vom Gehsteig gegenüber, wie seine Eltern Marie und Jacques von Polizisten gezwungen wurden, auf einen Lastwagen zu steigen. Außer ihnen und seiner Schwester Monique sind auch die Großeltern, zwei Onkel und eine Großtante in deutschen Konzentrationslagern umgekommen. Er verdankt sein Überleben im besetzten Frankreich dem Hausmädchen, das ihn in ihr bretonisches Dorf mitnahm, wo für ihn »ein Leben als verstecktes Kind begann«, und einem nichtjüdischen F...

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