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26.02.2014 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Einen ersten Schritt der Vernetzung gehen«

Aktionskonferenz soll Kämpfe um gerechte Verteilung von Sorge- und Reproduktionsarbeit zusammenführen. Ein Gespräch mit Barbara Fried

Interview: Anna Bock

F: Mitte März wird in Berlin die Aktionskonferenz »Care Revolution« stattfinden. Warum ist es für Linke und Queer-Feministinnen wichtig, sich mit der sogenannten Sorgearbeit zu beschäftigen?

Sorgearbeit ist die unsichtbare Seite der kapitalistischen Ökonomie. Sie umfaßt alle Tätigkeiten, die die Ware Arbeitskraft reproduzieren, also sowohl für Nachschub an Arbeitskräften sorgen, als auch deren tägliche Arbeitsfähigkeit wiederherstellen. Der überwiegende Teil dieser Arbeit findet auch heute im häuslichen Rahmen statt, wird also vom Kapital unbezahlt angeeignet. Es liegt eine ziemliche Kraft darin, das von links zum Gegenstand von Kämpfen zu machen.

Schon die Sozialistinnen der ersten Frauenbewegung um Clara Zetkin hatten dies auf der Agenda, und auch Rosa Luxemburgs These von der »kapitalistischen Landnahme« kann in diese Richtung gelesen werden. Marxistische Feministinnen haben in den 70er Jahren daraus die Forderung »Lohn ...



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