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11.12.2013 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Zwischen Akzeptanz und Tabu

Die Realität der Sexarbeiterinnen in Malis Hauptstandt Bamako entspricht nicht den üblichen Klischees. Von Inès Neubauer

Inès Neubauer

Mit Prostitution in Afrika werden meist die furchtbarsten Szenarien assoziiert. Diese reichen von Menschenhandel, über den kulturell und religiös bedingten Ausschluß von Frauen aus dem wirtschaftlichen Leben, bis hin zum nackten Überlebenskampf. Ich habe diese gängigen Vorstellungen über Prostitution in Afrika im Falle Bamako nicht bestätigt gefunden.

Bamako ist die Hauptstadt Malis und damit ein Knotenpunkt für Handel und Migration. Prostitution gehört zum Stadtbild wie die Fischerei der Bozo oder die Arbeit in Sternehotels. »Prostituierte« bedeutet in Bamakos Verkehrssprache, dem Bamanankan, sunguruba. Unter diesem Begriff wird alles subsumiert, was den Tausch Sex gegen Geld beinhaltet. Dies kann von einer einmaligen Handlung bis hin zur vollständigen Professionalisierung alles meinen. Prostitution ist so vielschichtig, daß nur ein differenzierter Blick auf das Gewerbe Aufschluß darüber geben kann, was Prostitution in Bamako tatsächlich bed...

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