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11.12.2013 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Diktatur und Matriarchat

Binyavanga Wainaina schildert die heutigen Konflikte in Afrika als Erbe der Kolonialherrschaft. Von Gerd Bedszent

Gerd Bedszent

Zeitgenössische Werke afrikanischer Autoren werden derzeit eher selten publiziert. Die abwechselnd unter der Knute kleptokratischer Diktatoren ächzenden oder unter dem Diktat neoliberaler Strukturanpassungsprogramme zusammenbrechenden Nationalstaaten des Kontinentes haben ganz andere Probleme, als nachwachsender Talente von Kunst und Literatur angemessen zu fördern. Zumal die jeweils an der Futterkrippe sitzende Kamarilla zumeist nicht gerade erfreut über intellektuelle Reflexion ihrer Herrschaftsmethoden ist.

Vor diesem Hintergrund gehört der 1971 in Kenia geborene Journalist und Autor Binyavanga Wainaina zu den großen Hoffnungen der derzeitigen afrikanischen Literaturlandschaft. Sein kürzlich im Verlag Das Wunderhorn auf Deutsch erschienenes autobiographisches Werk »Eines Tages werde ich über diesen Ort schreiben« ist ein Streifzug entlang der atemberaubenden Umbrüche, die der Kontinent in den letzten Jahrzehnten durchmachen mußte.

Die im ...



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