Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
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01.11.2013 / 0 / Seite 6 (Beilage)

»Die Gefahr der Verharmlosung besteht«

Was unterscheidet »Rechtspopulisten« von offen neofaschistischen Parteien? Ein Gespräch mit Phillip Becher

Interview: Markus Bernhardt

F: Sie haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit »Rechtspopulismus« beschäftigt. Was verstehen Sie unter diesem Begriff?

Ich habe versucht, eine Bestimmung des Sozialwissenschaftlers Reinhard Opitz auf den heutigen Rechtspopulismus zu übertragen. In den 1970er Jahren analysierte Opitz die durch den CSU-Politiker Strauß repräsentierten Kräfte. Genau wie er verstehe ich Rechtspopulismus als eine Bewegung, die eine parlamentarische Basis für eine administrativ-autoritäre Politik im Spannungsfeld zwischen Sammlungsbewegung und Partei herzustellen versucht.

Leider wird Opitz allzu oft in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der extremen Rechten übersehen. Ich halte seine Ansätze nach wie vor für beachtenswert und versuche, sie zur Anwendung zu bringen. Auch wenn ich mir durchaus vorstellen könnte, daß Opitz den Begriff Rechtspopulismus abgelehnt hätte und die von mir untersuchten Entwicklungen wohl unter »Neofaschismus« su...



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