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01.11.2013 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Die Passion Gramscis

Die Lebensgeschichte des italienischen Marxisten verlief tragisch, sein Werk wirkt weiter. Das zeigt eine neu aufgelegte Biographie

Daniel Bratanovic

Der Wendepunkt, der die Vita des Antonio Gramsci in ein an Enttäuschungen und Entbehrungen nicht eben armes Davor und ein leidvoll unerträgliches Danach scheidet, ereignete sich am Abend des 8. November 1926 in Rom. Es ist der Tag seiner Verhaftung durch seine faschistischen Häscher. »Antonio Gramscis langer Leidensweg hatte begonnen«, schreibt der Biograph. Lebend sollte er die Kerkermauern nicht mehr verlassen.

Der biographische Bruch markiert aber auch für die Beschäftigung mit seinen schriftlichen Hinterlassenschaften durch eine interessierte Nachwelt einen bedeutsamen Einschnitt. Während seiner annähernd elfjährigen Haftzeit entstanden bei lebensbedrohlichem Gesundheitszustand in der beklemmenden Enge einer stets feuchten, niemals ruhigen Zelle jene berühmt gewordenen 32 Gefängnishefte. Wo immer der Name Gramsci im Kontext eines politischen oder wissenschaftlichen Diskurses auftaucht, sind damit eine oder mehrere Aspekte aus dem Inhalt d...

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