Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
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09.10.2013 / 0 / Seite 22 (Beilage)

Schrammen am Elfenbeinturm

Enno Stahl macht sich auf die Suche nach der sozial relevanten Literatur

Martin Willems

Simplifizieren, Antichambrieren, Omnipräsent-Sein – für Enno Stahl, Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Journalist, sind dies nicht akzeptable Zugeständnisse, welche allzu oft Autoren abverlangt werden, die einen Platz »in den engeren Zirkeln der kulturellen Hegemonie« begehren. Wer hier Neid auf den Erfolg der anderen vermutet, läuft ins Leere: »Ehrgeiz und Neid lassen sich indes ganz gut daran bemessen, was man zu tun bereit ist, um sich die Anerkennung des kulturellen Establishments zu verdienen. Dieses Buch ist, so hoffe ich, ein Ausweis dafür, daß ich zu nicht allzu viel bereit bin.« Stahl zeigt in »Diskurs­pogo. Über Literatur und Gesellschaft« – der Band enthält überarbeitete und aktualisierte Essays der letzten zehn Jahre sowie einen bisher ungedruckten Text – klare Kante.

Warum ist realistische Literatur oft nur pseudorealistisch? Warum verbirgt sich hinter der sog...

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