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09.10.2013 / 0 / Seite 19 (Beilage)

»Absolut gegenwärtig«

Gespräch mit Martina Hanf und Kristin Schulz. Über die Auferstehung des Dichters Thomas Brasch aus dem Archiv

Interview: Jamal Tuschick

1998 übernahm die Berliner Akademie der Künste das private Archiv von Thomas Brasch einschließlich der Geburtsurkunde. Martina Hanf, wissenschaftliche Mitarbeiterin, hat nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit mit der Literaturwissenschaftlerin Kristin Schulz seine gesammelten Gedichte herausgegeben. »Die nennen das Schrei« ist auch ein editorisches Mammutprojekt mit tausend Seiten und rund fünfhundert Gedichten.


F: Wo kommt die Liebe zur Sache her, und wie gegenwärtig ist Brasch in Ihren Augen?

Martina Hanf: Die Brasch-Sachen machen mich trunken. Darin steckt eine Kraft, die nur selten auftritt. Ich finde, Brasch als Dichter ist absolut gegenwärtig. Man darf sich aber auch nichts vormachen: Autoren überleben kaum je noch ihren Tod.«

F: Frau Hanf, Sie sind Brasch persönlich begegnet?

Martina Hanf: Ja, zuerst auf Feten im Prenzlauer Berg. Das ist lang her, da konnte man noch DDR zu uns sagen. Als Brasch dann sein Archiv der Akademie gab,...







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