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09.10.2013 / 0 / Seite 18 (Beilage)

Radikalität als Haltung

Thomas Brasch war ein Poet, der sich in beiden deutschen Staaten an den Realitäten stieß

Michael Mäde

Daß Thomas Brasch in der Lyriklandschaft dieses – nun wieder zusammengenagelten – Landes eine singuläre Erscheinung ist, hat sich herumgesprochen. Mit dem von Martina Hanf und Kirstin Schulz herausgegebenen Gedichtband »Die nennen das Schrei«, der im Mai im Suhrkamp Verlag erschien, dürfte nun geklärt sein, daß der 1945 im englischen Westow/Yorkshire geborene und 1946 in den Osten des in mehrerlei Hinsicht verwüsteten Deutschland verbrachte Autor zu den den großen lyrischen Stimmen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt. Werkchronologisch liegen seine Gedichte nun erstmals weitgehend vollständig vor.

Brasch war Dramatiker, Filmemacher, Erzähler, Lyriker, und er war, in allem was er künstlerisch tat, Poet. Auf seine ebenso starken wie eigenwilligen Übertragungen von Shakespeare und Tschechow wird an Theatern dieses Landes auch heute noch gern zurückgegriffen. Diese Affinität zur Bühne prägte auch seine lyrische Spr...

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