Gegründet 1947 Dienstag, 18. Juni 2019, Nr. 138
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09.10.2013 / 0 / Seite 13 (Beilage)

Terror und Hoffnung

In ihrem Roman »Das helle Gesicht« ­zeichnet Welskopf-Henrich ein realistisches Bild des ­indianischen Widerstands

Utz Anhalt

Die Oglala-Lakota unter Red Cloud führten in den 1860er Jahren einen langen Krieg gegen die USA und siegten. Ihren Untergang als freie Menschen verzögerten sie damit aber nur: Raubmörder drangen in die Black Hills ein, gruben nach Gold, zerstörten das Land und rotteten die Tiere aus.

1876 zog die US-Army wieder aus, um die Indianer zu vernichten. Die Sioux, ­Cheyenne und Arapahoe fügten Colonel Custer eine desaströse Niederlage zu. Der Sieg läutete jedoch den Untergang ein. Die Lakota wurden in erbärmliche Reservate gepfercht. Unter ihnen verbreitete sich jetzt der Geistertanz. Sie tanzten für die Rückkehr der Bisons und für das Verschwinden des weißen Mannes. 1890 umzingelte die US-Armee die Geistertänzer am Wounded Knee und schlachtete sie ab. Das Massaker beendete die Indianerkriege.

Der Völkermord ging indessen unterschwellig weiter: Die USA hatten das Land geraubt und die Indianer in Freiluftgefängnisse gepfercht. Jetzt korrumpierten sie die St...



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