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25.09.2013 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Teile und herrsche!

Durch Auslagerung von Arbeitsbereichen will der Handel seine Beschäftigten gefügig machen

Gudrun Giese

Simon B. (Namen der Beschäftigten geändert) hat einen stupiden Job: Zwei- oder dreimal in der Woche packt der 22jährige Konservendosen, Ölflaschen und Senftuben von einer Palette in die Regale eines Edeka-Marktes in Berlin. Die Arbeit? Anstrengend und langweilig. Der Lohn? Mehr als bescheiden. Doch Simon B. muß sich etwas dazuverdienen. Er macht gerade sein Abi nach, arbeitet ab und zu als DJ, plant ein Studium. Der Job im Supermarkt bedeutet für ihn Plackerei auf Zeit.

Viele seiner Kolleginnen und Kollegen sind in einer ähnlichen Situation, für manche ist das Warenverräumen jedoch weitaus stärker existentiell notwendig. Etwa für den Rentner Peter W., die ALG II-Aufstockerin Rita G. und viele andere. Was sie eint, ist der Umstand, zwar in Supermärkten zu arbeiten, aber nicht für sie. Denn im Handel ist schon lange gang und gäbe, was sich in immer mehr Branchen flächenbrandartig ausweitet: Beschäftigung über sogenannte Werkvertragsfirmen. Seit es für die ...

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