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25.09.2013 / 0 / Seite 4 (Beilage)

»Der Kapitalismus ist auf Dauer nicht zu befrieden«

Über den Mißbrauch von Werkverträgen und die Strategien der IG Metall. Ein Gespräch mit Detlef Wetzel

Daniel Behruzi

Der Siegerländer Detlef Wetzel ist gelernter Werkzeugmacher, war Bevollmächtigter der IG Metall in Siegen und danach Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen. Als Zweiter Vorsitzender hat er Kampagnen zu Leiharbeit und anderen Themen maßgeblich geprägt und war verantwortlich für eine Reorganisation der Gewerkschaftsstrukturen, die Ressourcen für die Erschließung neuer Branchen und Betriebe freimachen sollte.
Die Skandale um Lohndumping in Zusammenhang mit Werkverträgen reißen nicht ab – Stichworte ­Fleischindustrie, Meyer-Werft, Hartz-IV-Bezieher am Band bei Daimler. Sind das Einzelfälle oder nur die Spitze des Eisbergs?

Das sind keineswegs nur Einzelfälle. Es gibt drei Problemlagen: Erstens nimmt die Wertschöpfungstiefe in den Unternehmen immer mehr ab, wesentliche Bereiche werden ausgelagert. Tätigkeiten, die früher im Unternehmen selbst gemacht wurden, werden nun von Externen erledigt – vielfach zu deutlich schlechteren Arbeitsbe...

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