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18.09.2013 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Investoren gegen Teddy

Eine DDR-Musterbausiedlung mit Grünflächen, Schwimmbad und antifaschistischem Denkmal wird zum Spekulationsobjekt. Die Bewohner wollen sich das nicht bieten lassen

Klaus Linder

Das Wohnviertel Ernst-Thälmann-Park im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, zwischen Greifswalder Straße und Prenzlauer Allee, ist ein Muster für jenen »sozialen Wohnungsbau«, den es in der kapitalistischen BRD nicht gibt. 1981 auf dem X. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beschlossen, wurde die Anlage als einzigartiges Ensemble aus Wohnhochhäusern, Grünflächen mit Bäumen und Teich, sozialen und kulturellen Einrichtungen verwirklicht. Dazu gehören nicht nur Planetarium, Schule, Schwimmbad, Krankenhaus und mehr, sondern auch ein Denkmal für einen der berühmtesten deutschen Antifaschisten, den 1944 im KZ Buchenwald ermordeten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, auch »Teddy« genannt. Zu seinem 100. Geburtstag wurde die Anlage 1986 eingeweiht.

Heute sind die klug übers Areal verteilten Hochhäuser überwiegend im Besitz der landeseigenen Gewobag. Die Wohnzufriedenheit der 4000 Mietern ist immer noch groß, bislang waren d...

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