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31.08.2013 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Keine Entschuldigung

Tochter eines Putschisten gegen Tochter eines Opfers: Im Präsidentschaftswahlkampf treffen bei den Kandidatinnen von der Diktatur geprägte Lebensläufe aufeinander

André Scheer

Die Kandidatin der chilenischen Rechten bei der Präsidentschaftswahl am 17. November 2013 will sich nicht entschuldigen. Zum Zeitpunkt des Putsches gegen Salvador Allende sei sie 20 Jahre alt gewesen, »es gibt nichts, wofür ich um Verzeihung bitten müßte«, erklärte Evelyn Matthei am vergangenen Dienstag gegenüber chilenischen Journalisten. Die frühere Senatorin der Rechtspartei UDI reagierte damit auf ein »Mea Culpa« ihres Parteifreundes Hernán Larraín vom Vortag. Dieser hatte die Vorstellung eines Buchs »Stimmen der Versöhnung« zum Anlaß genommen, sich für sein Verhalten während der Diktatur zu entschuldigen. Das sei sein persönlicher Beitrag zur Aussöhnung der Chilenen, knapp ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der Diktatur.

Durch die beiden favorisierten Kandidatinnen für das höchste Staatsamt ist die Pinochet-Diktatur im aktuellen Wahlkampf wieder aktuell geworden. Die persönlichen Lebensläufe s...

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