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14.08.2013 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Goldesel und Geldmaschine

Wie Finanzinvestoren aus Medienunternehmen Milliarden saugen

Gert Hautsch

Im Jahr 2003 sind zum ersten Mal »Heuschrecken« über einem großen deutschen Medienunternehmen niedergegangen. Damals hatte sich der Bertelsmann-Konzern entschlossen, seine Fachverlage abzustoßen, als Käufer kamen zwei Finanzinvestoren namens Cinven und Candover zum Zuge. Sie zahlten eine Milliarden Euro, brachten weitere Verlage mit ein und nannten den Verlag Springer Science + Business Media (SBM). Die neuen Eigner hatten allerdings nicht die Absicht, den Kaufpreis selbst zu zahlen. Das durfte der übernommene Verlag erledigen, der sich dazu mit rund zwei Milliarden Euro (mehr als das Doppelte des Umsatzes) verschulden mußte.

Die Finanziers hielten ihr Investment sechs Jahre lang. In dieser Zeit ließen sie sich mehr als zwei Milliarden Euro Sonderausschüttungen überweisen. 2010 reichten sie den Verlag an zwei Kollegen weiter, die...

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