Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
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14.08.2013 / 0 / Seite 5 (Beilage)

»Das meiste ist irrelevanter Quatsch«

Nach vielen Jahren den Job gewechselt: Enttäuscht von der Medienindustrie und keine Lust mehr auf geräuschlosen Journalismus. Ein Gespräch mit Michalis Pantelouris

Interview: Gitta Düperthal

F: Weshalb haben Sie vom Journalismus derart die Nase voll, daß Sie jetzt der Branche den Rücken kehren und ab 1. August ins Olivenöl-Geschäft einsteigen?

Ich werde jetzt 39 Jahre alt. Vielleicht habe ich einfach auch nur eine vorgezogene Midlifecrises – das will ich nicht bestreiten. Aber in den vergangenen Jahren hatte ich immer weniger das Gefühl, daß sinnvoll ist, was ich tue oder was ein Großteil der Journalisten tut. Wir haben uns davon entfernt, was diesen Beruf eigentlich ausmachen sollte: nämlich relevante Informationen und Nachrichten für die Gesellschaft zu vermitteln! Statt dessen müssen sich meisten Schreiber permanent Gedanken über das Geschäftsmodell des Journalismus machen – und zwar nicht, weil sie reich werden wollten, sondern einzig, um ihr eigenes Überleben und das des Mediums, in dem sie arbeiten, abzusichern. Darunter leidet der Beruf, und zwar in solchem Ausmaß, daß ich glaube, daß die meisten von uns nichts m...

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