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07.11.2012 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Wo ist denn Perry?

Virtuos das Normalnull herstellen: Über die Meta-Zeichentrickserie »Phineas Ferb«

Frank Schäfer

Die Disney-Serie »Phineas & Ferb« muß von Oulipisten erdacht worden sein. Wir erinnern uns, Oulipo, L’ OUvroir de LIttérature POtentielle, die Werkstatt für potentielle Literatur, der u.a. Raymond Queneau, Georges Perec, Italo Calvino und Oskar Pastior angehören, erlegte sich »formale Zwänge« auf, am berühmtesten wurde Perecs Roman ohne den Buchstaben »e«, um die Kunst noch einmal richtig ranzunehmen und am besten gleich zu neuen Ufern zu führen.

Das ist der Geist, den auch »Phi­neas & Ferb« atmen. Der selbstauferlegte formale Zwang für die beiden Cartoonisten Jeff »Swampy« Marsh und Dan Povenmire lautete wie folgt: Schreibe eine TV-Serie, in der mit den immergleichen Figuren der immergleiche Plot abgespult wird, und schlage aus diesem Stereotypen-Overkill auch noch komische Funken!

Es herrschen ewigwährende Sommerferien in Danville, USA. Mom geht aus dem Haus. Die beid...



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