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07.11.2012 / 0 / Seite 3 (Beilage)

»Mir reicht das Kind in mir«

Was hört man in den Animationsfilmen? Gespräch mit Sprachregisseur Michael Braun

Interview: Christof Meueler

F: Sind die Deutschen zu blöd, ausländische Filme im Orginal zu sehen?

Könnte man so sagen. Hierzulande wird im Prinzip alles synchronisiert. Man kennt die Schauspieler nicht mit ihren Originalstimmen, sondern mit ihren Synchronstimmen. Eines der bekanntesten Beispiele ist Christian Brückner als Robert de Niro.

Von den ausländischen Filmen gibt es zunächst eine Rohübersetzung, ein Synchronregisseur paßt die Übersetzung den Lippenbewegungen der Akteure an. Ein gesprochener Satz kann nicht länger als die Lippenbewegung sein.

F: Weil der Zuschauer sonst irritiert ist.

Der ist höchstens irritiert, wenn er voll synchron den Originalton hört. Dann glaubt er, da könne was nicht stimmen.

F: Und bei den Trickfilmen?

Bei einer deutschen Zeichentrickproduktion ist es oft so, daß die Dreh- und Dialogbücher noch nicht abgeschlossen sind. Dann gibt es einen sogenannten Layout-Ton: Man engagiert drei bis fünf Sprecher, die dann mit einem gewissen Timing den ganzen...











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