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01.09.2012 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Trouble bei den Burschen

Plädoyer für Abschaffung des Parteienstaates. Bundesregierung erkennt keinerlei »verfassungsfeindliche Tendenzen« bei Studentenbünden

Ulla Jelpke

Diskussionen über Ariernachweise für Mitglieder, territoriale Ansprüche auf die »deutschen Ostgebiete«, das Relativieren von Nazikriegsverbrechen und Einladungen an Neonazis zu Vorträgen – all das ist für die Bundesregierung kein Grund, bei der Deutschen Burschenschaft (DB) »hinreichende Anhaltspunkte« für verfassungsfeindliche Tendenzen zu erkennen. Die DB sei vielmehr eine »demokratische Studentenorganisation«, erklärte die Regierung im Juli auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion über »Rassismus und rechtsextreme Tendenzen der deutschen Burschenschaft«. Die DB ist ein Dachverband von 115 Studentenbünden mit 9000 Mitgliedern.

Umgekehrt werden der Bundesregierung keine derartig guten Noten ausgestellt. »Die Verfassungsfeinde sitzen also in diesem Land an der Spitze von Staat und Regierung«, heißt es in einem als programmatisch anzusehenden »Standpunkt« in der Verbandsze...

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