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24.08.2011 / 0 / Seite 2 (Beilage)

In die Betriebe

Was geschehen muß, um Behindertenwerkstätten überflüssig zu machen.

Stephan Lorent

Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) werden in Fachkreisen ebenso in Frage gestellt wie in der politischen Linken. Sie ermöglichen Beschäftigung und sichern Einkommen, sagen die einen; sie beruhen auf Ausbeutung und grenzen Menschen aus, sagen die anderen. Die Forderungen und Diskussionsbeiträge reichen von der Beibehaltung des Status quo über eine grundlegende Reformierung bis hin zur baldigen Auflösung der Werkstätten.

Derzeit arbeiten rund 284000 Menschen mit Behinderungen in derartigen Einrichtungen. Damit hat sich die Zahl der dort Beschäftigten in den letzten 15 Jahren um über 100000 erhöht. Menschen mit Behinderungen verdienen durch diese Tätigkeit durchschnittlich 159 Euro netto im Monat. Die Berechnung dieser Löhne ist häufig undurchschaubar und durch ein ungerechtes Punktesystem begründet. Zudem haben sich die Werkstätten den marktwirtschaftlichen Regeln unterzuordnen, sofern sie im Auftrag kapitalistischer Unternehmen in der Möbel-, Auto...

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