Gegründet 1947 Montag, 24. Juni 2019, Nr. 143
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15.12.2010 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Weshalb wird in linken Buchverlagen so viel gesoffen?

Um zu vergessen, welch erbärmlich schlecht bezahlter Beruf der des Verlegers ist

Leander Sukov

Die landläufige Meinung, Verlagsmenschen würden der Kultiviertheit halber im Ohrensessel sitzen und beim Lesen Rotwein trinken, ist eine urbane Legende. Die Gründe sind viel profaner. Diese armen Menschen lesen, um zu vergessen, welch erbärmlich schlecht bezahlten Beruf sie sich gewählt haben. Und sie trinken aus dem selben Grund. Was heißt hier »trinken«? Sie saufen, was das Zeug hält. Und warum? Weil sie traurige Menschen sind! Warum?

Darum: Es gibt Menschen, die glauben, daß ein Buchverlag etwas macht, das landläufig als Profit durchgehen könnte. Nun, für ungefähr fünf bis zehn Verlage mag das zutreffen. Die meisten allerdings machen etwas ganz anderes: nämlich Pleite gleich nach dem Start. Die Todesrate unter neuen Verlagen ist erschreckend. Vielleicht liegt es daran, daß auch diejenigen Menschen Verlage gründen, die so vehement dem Glauben an den Verlagsprofit nachhängen.

Es gibt in Schland so über den Daumen 4500 Verlage. Sie haben sic...



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