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15.12.2010 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Krieg im Cyberspace – ganz real

Die Regierungen wollen das Internet zivil-militärisch wieder in den Griff bekommen

Matthias Monroy und Andrej Hunko

Im Internet herrscht Krieg – Krieg zwischen engagierten Hackern auf der einen, Regierungen und von ihnen beeinflußten Unternehmen auf der anderen Seite. Im Zentrum des Schlachtfeldes steht Wikileaks, die von dem Australier Julian Paul Assange betriebene Enthüllungsplattform. Die stellt ungeniert Hunderttausende Informationen ins Netz, die für Bürgerinnen und Bürger wichtig, diversen Regierungen aber höchst peinlich sind. Sie arbeiten daher fieberhaft daran, das Internet in den Griff zu bekommen.

US-Politiker rücken Assange in die Nähe des Terrorismus, während der Cyberspace auch von Aktivisten sprachlich militarisiert wird: »Der erste ernsthafte Infowar läuft«, hatte John Perry Barlow, Netzaktivist und Gründer der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation, letzte Woche ausgerufen. »Das Schlachtfeld ist Wikileaks. Ihr seid die Truppen«.

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