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15.12.2010 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Nie mehr Geld machen

Den überregionalen Tageszeitungen laufen die Leser weg. Die Verleger rätseln, was Menschen für die Ware Information zu zahlen bereit sind

Dietmar Koschmieder

Die Verwirrung in den internationalen Verlagshäusern ist groß. Die Zeiten, in denen mit gedruckten Zeitungen Geschäfte zu machen waren, sind offensichtlich vorbei. In der US-Zeitungsbranche, wo noch bis in die 90er Jahre Renditen bis zu 25 Prozent normal waren, verbuchen fast alle der 1400 Zeitungstitel seit etlichen Jahren Verluste. Verkaufte Auflage und Anzeigenumsätze, also die wichtigsten Ertragsquellen, sinken kontinuierlich. Im Schnitt stirbt jede Woche ein Zeitungstitel, mittlerweile gibt es Großstädte ohne regionale Tageszeitung. In Europa geht die Tendenz in die gleiche Richtung.

Wenn über die Ursachen geredet wird, fällt als erstes Stichwort das Internet: Das Anzeigenvolumen wandere dorthin ab. Versuche, mit Anzeigen in Internetausgaben neue Ertragsmöglichkeiten zu erschließen, kompensieren bei weitem nicht die Verluste. Deshalb investieren Zeitungseigentümer nicht mehr in journalistische Entwicklung, sondern sparen ausgerechnet hier. Redakteur...

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