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11.09.2010 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Rassist in Nadelstreifen

Thilo Sarrazins Ekel gegenüber Armen zielt auf die soziale Disziplinierung der Gesamtgesellschaft, lenkt von ­potentiellem Widerstand ab und spaltet

Ulla Jelpke

Der ehemalige Berliner Finanzsenator und jetzige Bundesbanker Thilo Sarrazin hetzt gegen Muslime und Hartz IV-Bezieher. Dabei greift er auf pseudowissenschaftlichen Biologismus und offenen Sozialdarwinismus zurück. Er hält Intelligenz für erblich und glaubt, Anhänger der jüdischen Religionsgemeinschaft trügen ein »Juden-Gen« in sich. Und er sieht die Gefahr einer Islamisierung Deutschlands und beklagt »Deutschland schafft sich ab«.

Wie Werner Pirker in der jungen Welt schrieb, richtet sich der von Sarrazin vertretene »hegemoniale Integrationsdiskurs nicht nur gegen ausländische Unangepaßtheit an teutonische Sitten und Bräuche«, sondern zielt auf die soziale Disziplinierung der Gesamtgesellschaft. Viele von denjenigen, die heute Sarrazins Moslem-Hetze applaudieren, sollten sich daher frühere Äußerungen ihres selbsternannten Volkstribuns in Erinnerung rufen. »Nirgendwo schlurfen so viele Menschen in Trainingsanzüge...

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