Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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03.02.2010 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Irrgarten Emo

Martin Büsser, Jonas Engelmann und Ingo Rüdiger werfen einen Blick unter den dunklen Lidschatten

Michael Saager

Wer sich als Soziologe, Ethnologe oder Kulturwissenschaftler mit kniffligen (empirischen) Phänomenen herumschlägt, kennt das Problem vielleicht: Je genauer man den zu untersuchenden Gegenstand betrachtet, desto stärker verschwimmen seine Ränder; irgendwann ist er nicht mehr das, was er anfangs zu sein schien, oder er ist gar nicht mehr da, zersplittert in hundert Teile. Davon kann man schon mal Kopfschmerzen bekommen.

Ist man an das Ende des Sammelbands »Emo. Porträt einer Szene« gelangt, möchte man die Autorinnen und Autoren der 22 Essays und Interviews durchaus ein wenig bedauern, handelt es sich bei Emo doch um einen zwar spannenden, gleichwohl reichlich undankbaren Untersuchungsgegenstand: um eine internationale Jugendkultur mit Epizentrum in den Foren des Web 2.0, deren sehr junge Protagonisten eine altersgemäß diffuse Weltanschauung vertreten und mit ihrem »Emo-Sein« gerade keine konkrete politische Haltung nach außen tragen...

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