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26.11.2008 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Nachgetrunken

Die Discounter oder: Ein dorniger Weg zu brauchbarem Wein

Man muß es nicht sonderlich toll finden, aber man sollte es auch als Weinjournalist zur Kenntnis nehmem: Rund 40 Prozent aller in Deutschland von Privathaushalten gekauften Weine werden mittlerweile bei sogenannten Harddiscountern wie Aldi, Lidl, Plus, Norma und Penny erstanden. Billig ist Trumpf, die meisten der dort angebotenen Weine bewegen sich im Preissegment rund um zwei Euro. Für dieses Geld ist kein anständiger Wein herzustellen. Rechnet man die Kosten für Flaschen, Verschluß, Transport und Gewinnmarge des Discounters ab, bleiben für den Produzenten des Produkts nur noch Centbeträge übrig. Im Standardsortiment von Aldi & Co. finden sich daher fast ausschließlich industrielle Massenabfüllungen, z.B. aus unverkäuflichen Übermengen gewisser »Markenweine«, die auf diesem Weg resteverwertet werden.

Natürlich versuchen es die Discounter mit allerlei Blenderei und preisen spanische »Gran Reservas«, deutsche »Spätlesen«, französische »Bordeau-C...

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