16.08.2007 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Wir wollen selber bestimmen«

Menschen mit Lernschwierigkeiten gründen in Berlin eine »People First«-Gruppe. Ein Gespräch über ausgrenzende Sprache und Erfahrungen in zwei deutschen Staaten mit Behindertenpolitik

Thomas Wagner

F: Sven und Gabi, was wollen Sie mit Ihrer »People First«-Gruppe erreichen?

Sven: Die Gruppe setzt sich ein für die Belange von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Zum Beispiel sollen Gesetzestexte in einfacher Sprache gemacht werden und nicht so in Juristendeutsch.

Gabi: Das Amtsdeutsch ist zu schwer für uns. Schreiben vom Amt sollen in leichter Sprache gemacht werden. Öffentliche Gebäude sollen barrierefrei, also auch im Rollstuhl zugänglich sein. Wir setzen uns dafür ein, daß Menschen mit Lernschwierigkeiten die Möglichkeit haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein und nicht nur in Werkstätten. Wir müssen irgendwie auch an die Politiker rankommen, an die Merkel oder so. Wir wollen eine Zukunft ohne Nazis haben, ohne Faschismus. Die wollen uns Behinderte ja auch nicht. Wir wollen ein würdevolles Leben führen können. Wir wollen soviel Geld haben, wie ein erwachsener Mensch braucht. Damit wir mal eine Woche verreisen können und der Kühlschrank voll is...



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