Gegründet 1947 Dienstag, 18. Juni 2019, Nr. 138
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
13.01.2007 / 0 / Seite 12 (Beilage)

»Parteinahme gegen Krieg nach außen und innen«

Eine Laudatio auf die junge Welt und andere Streiflichter aus dem Innenleben und von den Außenwirkungen einer Zeitung: Brisantes und Banales, Markantes und Merkwürdiges

Der erste Auslandsredakteur

Als Gerhard Zadek, damals 28jährig, gelernter Schlosser und Ingenieur, aus dem britischen Exil kommend, sich im Juni 1947 in Ostberlin bei der FDJ zwecks weiterer Verwendung meldet, landet er im Büro von Hermann Axen. Der stellvertretende FDJ-Vorsitzende, wie Zadek als Jude von den Nazis drangsaliert, ist nun im Jugendverband für Organisations- und Kaderfragen zuständig. Er eröffnet dem auf auf einen Wiederaufbau des zerstörten Landes erpichten Jugendfreund, der 1940 Mitglied der im Vorjahr in Großbritannien gegründeten Freien Deutschen Jugend geworden war: »Wir brauchen keine Ingenieure mit Schrauben und Muttern im Kopf, davon haben wir genug. Was wir brauchen, sind Leute mit klaren Köpfen, die einige der Muttern anziehen, die draußen im Land locker sind.« Und spricht von der neuen FDJ-Zeitung Junge Welt. So wird der Heimkehrer über Nacht – trotz der »dürren Drei in Rechtschreibung als Abgänger einer Achtklassenschule« (Zadek...

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