Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
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13.01.2007 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Kein Pardon

Wir sind Tag für Tag eine Zeitung gegen den Krieg

Rüdiger Göbel

Mit Gänsehaut saß ich vor dem Fernseher, sah die Bilder tanzender Menschen auf der Berliner Mauer und war mir sicher: Das ist kein Freudentag, der 9. November 1989 bedeutet Krieg. Die DDR wird untergehen, die BRD wahnsinnig und Großdeutschland größenwahnsinnig. Seitdem gab es keinen imperalistischen Krieg, an dem sich das plötzlich größer gewordene Land nicht beteiligt hätte. Der Grundkonsens »Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!« sollte der Vergangenheit angehören. Per Salamitaktik wird den Deutschen seit diesem Tag im November der Pazifismus ausgetrieben.

Der Begrüßungskrieg für das neue Deutschland sollte nicht lange auf sich warten lassen. Am Vorabend der US-Angriffe auf den Irak titelte die Junge Welt »Auch in der Wüste kann man ins Gras beißen« (16.1.1991) und forderte »Kein Krieg am Golf!« Am 17. Januar um 1.00 Uhr MEZ, 19 Stunden nach Ablauf des Ultimatums an Bagdad, begann die »Operation Wüstensturm« Washingtons und seiner Verbündeten. In den...

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