Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
13.01.2007 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Realismus à la Che

Das Unmögliche versucht: Im März 1995 war die junge Welt am Ende. Mitarbeiter und Leser machten ein Startup der besonderen Art daraus – und gründeten eine Genossenschaft

Klaus Fischer

Der März 1995 war ein besonderer Pleitemonat: Neben zahlreichen in- und ausländischen Firmen, wie z.B. dem US-Supercomputerhersteller Cray, meldete die azzurro Medien GmbH am 5. April Insolvenz an. Letzteres mochte in der weiten und nahen Welt kaum registriert worden sein, wäre da nicht ein besonderer Umstand gewesen: In jenem Verlagskonstrukt wurde die junge Welt publiziert, und für viele war klar: Hier wurde ein weiteres Stück DDR zu den Akten gelegt. Und tschüs.

Keine Nostalgie

Allerdings war die jW inzwischen ein wenig mehr, als ein mühsam über die »Wende« gerettetes Stück Geschichte jener aufgegebenen Republik. Eine hörbare Gegenstimme gegen nationalistisches Einheitsgesülze zum Beispiel, gegen plötzlich wieder »führbare« Kriege und eine kapitalistische Globalisierung, die alles und jeden der Verwertungsdoktrin großer Shareholder unterwerfen will. Die junge Welt schrieb als einzige, daß Rostock und Hoyerswerda keine Ost-Phänomene waren. Dort war zu les...



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