Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
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04.08.2004 / 0 / Seite 9 (Beilage)

Integration gescheitert

Migranten kritisieren das Zuwanderungs- und Einbürgerungsrecht und die daraus folgenden Diskriminierungen

Erdogan Kaya

Das neue, angeblich »moderne« und »humane« Zuwanderungsgesetz hat weder die Erwartungen der Zuwanderer noch die der hier lebenden Migrantinnen und Migranten erfüllt. Jahrzehntelang haben die Regierungen über eine Integrationspolitik nur geredet. Aber es hat nie eine Integrationspolitik stattgefunden. In dem neuen Zuwanderungsgesetz, das an die Stelle des bisherigen Ausländergesetzes treten wird, kann man keine Umkehr von dieser Politik erkennen.

Auch das Staatsbürgerschaftsrecht, das im Jahr 2000 geändert wurde, war ein Fehlschlag. Mit dem neuen Staatsangehörigkeitsgesetz sollte die Einbürgerung »erleichtert« werden, aber tatsächlich sind die gesetzlichen Barrieren so hoch, daß der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit eher erschwert wurde.

Erwachsene Migrantinnen und Migranten werden auf Antrag eingebürgert, wenn sie mindestens acht Jahre – früher waren es 15 Jahre – in der Bundesrepublik Deutschland gelebt ...



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