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04.08.2004 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Geburtsurkunde verweigert

Gespräch mit Rojda Baranüber in Deutschland geborene Kinder von Flüchtlingen und wie die Behörden sie illegalisieren

Interview: Ulla Jelpke

Als Sozialarbeiterin berichtet Rojda Baran (Name geändert) über ihre Erfahrungen in einer Berliner Beratungsstelle für Flüchtlinge. Wenn die Identität nach Deutschland geflüchteter Menschen wegen fehlender Dokumente aus den Heimatländern ungeklärt ist, verweigern hiesige Behörden deren in Deutschland geborenen Nachkommen die Geburtsurkunde. Damit beginnt ein Teufelskreis: Während die Eltern oft lebenslang mit den psychischen Folgen von Krieg und Vertreibung zu kämpfen haben und selbst betreut werden müssen, bleiben ihre illegalisierten Kinder auf unbestimmte Zeit recht- und namenlos.

F: Sie arbeiten mit gefolterten und traumatisierten Flüchtlingen und betreuen Familien, die soziale Hilfe benötigen. Welchen Leidensweg haben die Betroffenen? Wo kommen sie in der Regel her?

Von dort, wo auch ich herkomme: aus dem kurdischen Teil der Türkei. Dann gibt es Familien aus Armenien, Flüchtlinge aus Bosnien, dem Iran und Tschetschenien. Der Leidensweg dieser...



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