Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
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04.08.2004 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Das bißchen Folter

Drei Beispiele, wie das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge mit schutzsuchenden Menschen umgeht

Anna Perlstein

Verbot eines Angriffskrieges? Sozialstaatsgebot? Steht zwar alles im Grundgesetz, stört Politiker oder Behörden aber nicht weiter. Egal ist vielen Amtsstellen auch das schon vielfach durchlöcherte Grundrecht auf Asyl – menschliches Mitgefühl und Logik sind mitunter Fremdworte. PRO ASYL dokumentierte im Juni drei Beispiele, wie die Bundesrepublik mit Menschen umgeht. Die öffentliche Resonanz blieb aus.

»Propaganda gemacht«?

Ein Äthiopier beantragte im Frankfurter Flughafen Asyl – das Protokoll der Anhörung liegt PRO ASYL vor. Ein Dokument nicht nur menschlicher, sondern auch sprachlicher Unfähigkeit. Im schönsten Kauderwelsch bügelt die »Bundesamtsentscheiderin« den Flüchtling ab: »Und wie oft haben Sie mit den Jugendlichen im Café oder bei Ihnen zu Hause Propaganda gemacht? (...) Haben Sie mich jetzt verstanden mit meiner Frage oder wollen Sie nicht antworten. Die Frage war deutlich und klar.«

Klar sch...





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