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30.04.2004 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Zum Beispiel Siemens

Neoliberale Konzerne gehören an die Leine. Sie zerstören volkswirtschaftliche und soziale Strukturen und begreifen die Welt als Weide für ihre goldenen Kälber

Dieter Schubert

Der Siemens-Betriebsrat redete sich Ende vergangener Woche den Frust von der Seele, als er das Konzept seines Konzerns kritisierte. Die Hardware komme aus China, die Software aus Indien, die Komponenten würden von rumänischen Leiharbeitern montiert, und die Gehälter der Vorstände seien wie in den USA. Bis zu 74 000 Arbeitsplätze sind im Unternehmen nach Meinung der Beschäftigtenvertreter in Deutschland durch Verlagerung in Niedriglohnländer bedroht. Das hat bei dem Konzern offenbar Tradition.

Nach Gewerkschaftsangaben beschäftigte der früher in Berlin, später in München – und in Zukunft womöglich in London oder Zug – ansässige Multi im Jahr 1991 noch 243 000 Menschen in der BRD. 2003 waren es noch 170 000, und wenn die Prognose des Betriebsrates zutrifft, könnten es demnächst unter 100 000 sein. Der Gesamtbetriebsrat des Unternehmens befürchtet sogar: »In letzter Konsequenz wird der Standort Deutschland komplett in Frage gestellt«. Der Vor...

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