Gegründet 1947 Mittwoch, 13. November 2019, Nr. 264
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29.10.2003 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Widerstand gegen Besatzer

Gespräch mit Tariq Ali über die militärischen Interventionen der US-Administration in der arabischen Region

Interview: Sascha Kimpel/Oliver Nachtwey

F: Das Recht auf militärische Interventionen wird oft damit begründet, daß die arabische Welt nicht in der Lage ist, selbst demokratische Verhältnisse zu schaffen. Was halten Sie davon?

Nein. Denn diese Meinung existiert bereits sehr lange. Die gesamte Geschichte des Kolonialismus besteht daraus, sich zurückgebliebene Länder Untertan zu machen. Ein Beispiel ist die Invasion von Mussolini in Äthopien und Albanien. Laut Mussolini wolle er dort zivilisierte Verhältnisse anstatt der feudalen einführen. Dieses alte Argument erscheint jetzt im neuen Gewand wieder. Zum Beispiel von ehemaligen Linken, die Militärinterventionen aus »humanitären« Beweggründen rechtfertigen. Ihre Argumente sind jedoch nicht überzeugend. Der Krieg gegen den Irak beweißt das.

F: Warum gibt es in der arabischen Region denn keine Demokratien?

Als die muslimische Welt versuchte, Demokratie zu schaffen, wurde dies mehrfach durch den Westen gewaltsam verhindert. So v...





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