Gegründet 1947 Sa. / So., 6. / 7. Juni 2020, Nr. 130
Die junge Welt wird von 2301 GenossInnen herausgegeben
27.08.2003 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Heimsuchungen statt Asyl

In Mecklenburg-Vorpommern protestieren Normalbürger und Neonazis gegen neue Sammelunterkünfte für Flüchtlinge

Cristina Fischer

Zwei Jahre Zeit hatte Mecklenburg-Vorpommern bisher, um die Wohnsituation der hier lebenden Asylbewerber gemäß den Vorgaben des Innenministeriums zu ändern. Im Juli 2001 war eine neue »Verordnung über Mindestanforderungen an Art, Größe und Ausstattung von Gemeinschaftsunterkünften« in Kraft getreten. Statt 4,5 stehen den Flüchtlingen nun mindestens sechs Quadratmeter Wohnraum pro Kopf plus Aufenthalts- und Sporträume, Teeküchen und Spielplätze für die Kinder zu. In einem Raum sollen nicht mehr als sechs Menschen untergebracht werden, und die Häuser dürfen sich nicht außerhalb von Ortschaften befinden. Zum Vergleich: der Landesbeauftragte für Flüchtlingsfragen von Schleswig-Holstein fordert in seinen »Mindeststandards« acht bzw. zehn Quadratmeter pro Person; einer Wohneinheit seien nicht mehr als vier Flüchtlinge zuzuweisen, und an Ausstattung und Betreuung werden detaillierte Ansprüche gestellt.

Der desolate Zustand und die Abge...

Artikel-Länge: 6747 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €