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13.08.2003 / 0 / Seite 14 (Beilage)

Wilder Streik ist Revolution

Erinnerungen an das Jahr 1973, als die Gewerkschaften hinter ihren Mitgliedern herlaufen mußten

Dieter Braeg

Ausgangspunkt der größten spontanen Streikbewegung in der Geschichte der Bundesrepublik war der 8,5-Prozent-Abschluß der IG Metall in der Stahlindustrie Nordrhein-Westfalens. Die Forderungen der gewerkschaftlich Organisierten hatten bei 16 Prozent gelegen und waren vom IGM-Vorstand auf elf bis zwölf Prozent gekürzt worden. Dies wurde von den Belegschaften als Minimalforderung angesehen. So blieb der IGM nichts anderes übrig, als die Verhandlungen für gescheitert zu erklären, um eine Urabstimmung durchzuführen.

In deren Ergebnis wurde der Streik mit 97 Prozent der abgegebenen Stimmen beschlossen und für den 11. Januar 1973 festgesetzt. Während sich in den Betrieben eine entschlossene Haltung der Beschäftigten zur Durchsetzung der Elf-Prozent-Forderung herausbildete, legte die IGM am 5. Januar 1973 überraschend ein Mauschelergebnis von 8,5 Prozent vor und rief erneut zur Urabstimmung. Diese erbrachte eine in der Geschichte der IGM bisher kaum erreicht...

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