Gegründet 1947 Donnerstag, 25. April 2019, Nr. 96
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13.08.2003 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Alternativen gefragt

Gewerkschaftsarbeit stagniert. DGB-Gliederungen beschränken sich zunehmend auf die Rolle als Konfliktmanager

Ludwig Unruh

Trotz aller Wortgefechte zwischen Regierung, Opposition und Unternehmerverbänden sind sie sich scheinbar darin einig, wenn es gilt, die »Bremser« der »dringend notwendigen Reformen« zu benennen: die Gewerkschaften. Denen gehe es nur um »Besitzstandswahrung« auf Kosten der Arbeitslosen, mit ihren »übermäßigen« Lohnforderungen gefährdeten sie die Zukunft des Standortes Deutschland. Ein nüchterner Beobachter müßte sich darob eigentlich nur verwundert die Augen reiben. Haben sich die Gewerkschaften nicht mit ihrer Mitarbeit beim sogenannten Bündnis für Arbeit, in Hartz- und Rürup-Kommissionen um die Profitfähigkeit der Deutschland AG verdient gemacht? Bisher wurde doch fast jede Kröte geschluckt, Lohnzurückhaltung geübt – nur um windige Beschäftigungsgarantien zu erhalten. Daß die öffentlichen Verlautbarungen der Sommer, Zwickel, Bsirske & Co. allenfalls dazu dienen, die frustrierte Mitgliedschaft bei der St...

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