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13.08.2003 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Enttäuschte Hoffnungen

Brasiliens Gewerkschaften und Linke mobilisieren gegen die Politik gebrochener Versprechungen der Regierung von Luiz Inácio da Silva

Manuel Kellner

In den ersten Monaten der Regierung Lula gab es wenig soziale Bewegung. Nur die Landlosenbewegung machte von sich reden. Täglich wurden neue Ländereien besetzt, und in enger Tuchfühlung mit dem Minister für landwirtschaftliche Entwicklung, Miguel Rossetto, der der revolutionär-sozialistischen Linken in der Arbeiterpartei PT angehört, wurde der Druck auf die Regierung insgesamt erhöht, die versprochene Agrarreform endlich im erforderlichen Umfang anzupacken. Allerdings scheint es jetzt doch mit der sozialen Geruhsamkeit vorbei zu sein; Brasiliens Gewerkschaftsbewegung steht dabei im Mittelpunkt des Geschehens.

Die Regierung von Staatspräsident Luiz Inácio »Lula« da Silva, der charismatischen Führungsfigur der brasilianischen PT, ist ein halbes Jahr im Amt. Sein überwältigender Wahlsieg war Ausdruck der tiefen Enttäuschung über die neoliberale Politik seines Vorgängers Fernando Cardoso, aber nicht das Resultat sozialer Mobilisierung. S...

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