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13.08.2003 / 0 / Seite 4 (Beilage)

In einem Boot

Über das schwierige Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Erwerbslosen

Mag Wompel

Die Gewerkschaften in Deutschland erheben den Anspruch, auch für die Erwerbslosen zu sprechen. Sie können dies, weil zu ihren Mitgliedern tatsächlich immer mehr Erwerbslose gehören und weil es, z.B. bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und bei der IG Metall, durchaus möglich ist, auch erwerbslos Mitglied zu werden, sofern man einen Arbeitsplatz in ihrem Zuständigkeitsbereich anstrebt. Allerdings, so bei der IG Metall, muß man beim Arbeitsamt gemeldet sein, also bereits sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben (dürfen) – sonst gibt es nur eine »Anwartschaftsmitgliedschaft«.

Aus diesem Anspruch heraus sitzen hochrangige Gewerkschafter u. a. in der Selbstverwaltung der Bundesanstalt für Arbeit, in der Hartz- sowie Rürup-Kommission und entscheiden (ungefragt) mit über die Lebenslage von Erwerbslosen und Sozialhilfeempfängern. Bei diesen Konsensentscheidungen haben sie sich bekanntlich mit allen Kürzungen, Verschlechterungen und Zumut...

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