75 Ausgaben junge Welt für 75 €
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Aus: Shop, Beilage der jW vom 22.09.2021
jW-Autorenbibliothek

Grenzlagen

Texte aus der Zwischenzeit

In seinem neuen Gedichtband besticht Michael Mäde-Murray erneut mit einer gleichermaßen wortgewaltigen wie sinnreichen Lyrik, die mit treffsicheren Metaphern die Wechselwirkung zwischen gesamtgesellschaftlichen Phänomenen und persönlichen Schicksalen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit auf zutiefst berührende Weise erlebbar macht. Und Hoffnung ermöglicht.

Michael Mäde-Murray

Grenzlagen

Texte aus der Zwischenzeit

72 Seiten, 9,90 Euro

Wiglaf Droste

Chaos, Glück und Höllenfahrten

Eine autobiographische Schnitzeljagd

Der jW-Autor Wiglaf Droste hat zeit seines Lebens immer wieder autobiographische Erzählungen verfasst, die verstreut veröffentlicht wurden, zusammen aber eine Schnitzeljagd durch sein wildes Leben ergeben. So wie Droste gerne befreundete Autoren einlud, um in seinen Büchern zu veröffentlichen, wurden auch für seine Autobiographie einige seiner Weggefährten um einen Gastbeitrag gebeten. Mit Episoden aus dem Leben Wiglaf Drostes, erzählt von seinen Freunden Hans Zippert, Gerhard Henschel, Ralf Sotscheck, Christian Y. Schmidt, Rayk Wieland, Joe Bauer, Franz Dobler, Funny van Dannen, Jane Kramer, Fritz Eckenga, Arnulf Rating und Peter Köhler.

Edition Tiamat, 360 Seiten, 24,00 Euro

Jörg Roesler

Abgewrackt

Die Wirtschaft der DDR – von der Krise zur Liquidierung. Gesammelte Aufsätze

Jörg Roesler analysiert in den hier versammelten Aufsätzen die Schlussakkorde der DDR-Geschichte, und zwar vor allem ihre ökonomischen Aspekte. Wenn notwendig, greift er zuweilen weit in die Geschichte zurück, stellt international vergleichende Betrachtungen an und untersucht mögliche Alternativen. Vorgestellt werden aber auch heute fast vergessene Aktionen sozialen Widerstands gegen die Auswirkungen einer von Grund auf verfehlten Politik schnellstmöglicher Vereinigung.

Papyrossa-Verlag, 251 Seiten, 16,90 Euro

Jörg Roesler

Geschichte der DDR

Jenseits der üblichen Horrorszenarien klärt Jörg Roesler auf über die Geschichte des kleineren deutschen Staates. Sie wird erstens erzählt als Geschichte der Sicherung der Stabilität eines in seiner Existenz wiederholt gefährdeten Staates. Zweitens wird die Geschichte der sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen erzählt. Es ist die Geschichte von Moskaus »ungeliebtem Kind«, einer durch das Scheitern der sowjetischen Deutschlandpolitik zustande gekommenen Minimallösung. Drittens wird die Geschichte der DDR erzählt als Geschichte der Beziehungen zur Bundesrepublik. Sie endet mit der Vereinnahmung des kleineren durch den größeren deutschen Staat.

Papyrossa-Verlag, 110 Seiten, 9,90 Euro

Gerd Schumann

Das Morgen im Gestern

Erkundungen eines Wessis im Osten

Wie hat sich das Leben im Osten nach dem Anschluss der DDR an die BRD verändert? Wie sieht es in Ostdeutschland heute aus? Vor allem aber: Was ist mit den Menschen dort passiert? Fragen wie diesen widmet sich der meist mit dem Fahrrad Land und Leute erkundende Journalist Gerd Schumann im vorliegenden Buch. Neben witzigen Anekdoten und Geschichten sind es empathisch geführte Gespräche, die einen tiefgründigen Einblick in das Leben nach der DDR gewähren.

Verlag Neues Leben, 272 Seiten, 15,00 Euro

Matthias Krauß

In eins gespalten

Sind wir wirklich ein Volk?

Dreißig Jahre nachdem über Nacht aus der sozialen Losung »Wir sind das Volk« die nationale »Wir sind ein Volk« geworden war, ist die Spaltung tiefer, als die flapsige Rede vom Ossi und Wessi unterstellt. Der Autor weist nach, dass von der Einheit der Deutschen nicht zu reden ist, solange die Gesellschaft insgesamt auf Ungleichheit beruht. In siebzehn Kapiteln durchkämmt er das gesamtdeutsche Chaos.

Verlag Das Neue Berlin, 192 Seiten, 15,00 Euro

Peter Rau

Der Spanienkrieg 1936–39

Als im Juli 1936 in Spanien die Reaktion um Francisco Franco gegen die demokratisch gewählte Volksfrontregierung putschte, eilten Tausende Antifaschisten aus aller Welt der Republik zu Hilfe und kämpften in den legendären Internationalen Brigaden. Die Vorgeschichte dieser Ereignisse und die politische und soziale Situation in Spanien werden hier ebenso beschrieben wie die umfangreiche materielle Unterstützung Francos durch den internationalen Faschismus. Thematisiert wird zudem die verhängnisvolle Nichteinmischungspolitik der »westlichen Demokratien«, die letztlich für die Niederlage der Republik verantwortlich war.

Papyrossa-Verlag, 130 Seiten, 9,90 Euro

Werner Pirker

Dialektik der Konterrevolution

Mit einem Vorwort von Arnold Schölzel

Der Kärntner Autor und Marxist Werner Pirker (1947–2014) hat den Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt publizistisch intensiv begleitet und wie kaum ein anderer im deutschsprachigen Bereich systematisch analysiert. Von 1986 bis 1991 Moskau-Korrespondent der Wiener Volksstimme, erlebte er den Durchmarsch des Kapitalismus in der Sowjetunion hautnah. Seine Erfahrungen vor Ort und seine Analyse sowohl der äußeren wie der inneren Faktoren des Zusammenbruchs ließen ihn die konterrevolutionäre Dimension des Geschehens erkennen. Ihre Folgen haben sein politisches Denken geprägt.

Promedia-Verlag, 224 Seiten, 17,90 Euro

Inge Viett

Nie war ich furchtloser

Autobiographie

Inge Viett, der in den 70er Jahren das Prädikat »Top-Terroristin mit besonders grausiger Handschrift« verliehen wurde, spricht ohne Sentimentalität über ihr Leben: die enge, muffige Kindheit bei Pflegeeltern in der norddeutschen Provinz, ihre Zeit in der Berliner Subkultur und den Beginn des politischen Engagements. Zweimal bricht sie aus dem Gefängnis aus, wird Mitglied der »Bewegung 2. Juni«. 1982 kam sie dann in ein Land, in dem sie sieben Jahre lang wirklich furchtlos sein konnte.

Edition Nautilus, 320 Seiten, 14,90 Euro

Christoph Butterwegge

Die zerrissene Republik

Ungleichheit wird zunehmend nicht nur von linksorientierten Menschen als das Kardinalproblem unserer Zeit erkannt. Während daraus im globalen Maßstab ökonomische Krisen, Kriege und Bürgerkriege resultieren, die wiederum größere Migrationsbewegungen nach sich ziehen, sind in Deutschland der gesellschaftliche Zusammenhalt und die repräsentative Demokratie bedroht. Der Autor zeigt auf, warum soziale Ungleichheit weiter zunimmt, weshalb die politisch Verantwortlichen darauf kaum reagieren und was getan werden muss, um das zu ändern.

Beltz-Juventa-Verlag, gebunden, 411 Seiten, 24,95 Euro

Jürgen Kuczynski

Asche für Phönix – Oder: Vom Zickzack der Geschichte

Zwei der letzten Bücher des 1997 verstorbenen großen Wirtschaftshistorikers und langjährigen jW-Kolumnisten Jürgen Kuczynski wurden zu einem Band zusammengefasst. Der Autor überblickt zweitausend Jahre Wirtschaftsgeschichte, beleuchtet das Verhältnis von Ökonomie, Technik und Kultur und bietet zugleich einen Rundgang durch Kunst, Literatur und Philosophie. Zentral geht es um die Frage, warum keine Gesellschaftsordnung sich im ersten Anlauf durchsetzen konnte.

Papyrossa-Verlag, 451 Seiten, 22,90 Euro

Anja Röhl

Granny in New York

Anja Röhl, verwurzelt in der Linken, Frau mit Standpunkt, erlebt das verwirrende und verstörende New York City und seine Menschen; versucht zu verstehen. Ihre Reportage ist sehr persönlich, immer auf der Spur dessen, was die Menschen zu Menschen macht. Sie erforscht die Dialektik des Molochs und derer, die von ihm auf unterschiedlichste Weise geprägt werden. Entstanden ist ein Reiseführer der ganz eigenen Art.

Verlag Wiljo Heinen, 64 Seiten, 12 S/W-Fotos, fester Einband, 9,50 Euro

Weitere Shopartikel unter jungewelt-shop.de.

Zeitung für das Recht auf Wohnen

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Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, hat die junge Welt die 75er-Aktion. Schenken Sie sich, Ihren Lieben und der jW 75 Ausgaben für 75 Euro. Danach endet das Abo automatisch und muss nicht abbestellt werden.

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