12.02.2003
Soll Liebe drinstecken
Viel gefühlt und nichts dahinter: Judith Herrmann kommt mit ihren Erzählungen über die Simulation von Tiefe nicht hinaus
Von Frank Schäfer
Alas, poor Judith! Jetzt wird sie wieder abgemeiert von den amtlichen Literaturverwesern, die sie vor ein paar Jahren noch zum deutschen »Fräuleinwunder« hochgeschrieben und für ihren Erstling »Sommerhaus, später« mit Elogen, Preisen und Stipendien so gut versorgt haben, daß selbst die Clique der Literatur-Popper neidische Fältchen auf den jugendlich glatten Stirnen bekam. Das ist etwas undankbar und ungerecht. Schließlich sind sie selber sch...
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