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Schwanger wegen Hartz IV

Köln. Durch Hartz IV bedingte Geldknappheit hat nach Angaben des Vereins Frauenwürde e.V. im vergangenen Jahr dazu geführt, daß mehr Frauen ungewollt schwanger wurden. Der in der Schwangerenkonfliktberatung tätige Verein teilte am Montag in Köln mit, betroffene Frauen hätten angegeben, sich beispielsweise die Pille nicht leisten zu können. Die Vereinsvorsitzende Annegret Laakmann verwies darauf, daß die Pille etwa zehn Euro monatlich kostet.

Der Verein fordert eine Gesetzesänderung, die die Übernahme der Kosten für Verhütungsmittel regelt. »Es kann nicht angehen, daß Schwangerschaftsabbrüche für Arme vom Staat bezahlt werden, Mittel zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft aber nicht«, erklärte Laakmann. Frauenwürde e.V. ist nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus der Schwangerschaftskonfliktberatung aus der gegenüber der Amtskirche kritischen Kirchenvolksbewegung heraus entstanden.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2008, Seite 15, Feminismus

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