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Solidarprinzip
Die junge Welt bietet drei Abopreisklassen an: Die ökonomisch Stärkeren stützen die Schwächeren
Manche können aber gar nicht umsteigen – weil sie kein Abo haben. Sie lesen zwar die junge Welt regelmäßig, entweder erstehen sie die Zeitung am Kiosk oder lesen sie im Internet. Ökonomisch bringt uns das nichts oder zumindest nicht viel: Vom Kioskverkauf bleibt nach Abzug aller Kosten kaum etwas übrig. Von den Gratislesern im Internet erhalten wir für die Kostendeckung nichts. Die hohen Nutzerzahlen (im Moment deutlich über 30000 täglich) bringen uns keine Werbeeinnahmen, wie das bei anderen Portalen üblich ist. Wer aber am Überleben der jungen Welt und an ihrer Weiterentwicklung interessiert ist, sollte deshalb die junge Welt abonnieren. Jeder neue Internetabonnet, jede neue Printabonnentin erhält in dieser Woche zusätzlich zur Prämie die Autobiografie von Rudolf Hirsch »Aus einer verlorenen Welt«. Tun Sie also sich und uns den Gefallen – und steigen Sie in ein Abo ein.
Ungelöst ist allerdings noch immer das Problem, daß es Menschen gibt, die sich auch das Sozialabo nicht leisten können. Den Abopreis senken können wir nicht: Unsere Ausgaben werden im wesentlichen durch die Aboeinnahmen gedeckt. Und nur, wenn die Kosten gedeckt werden, kann die junge Welt ökonomisch weiterexistieren. Denkbar wäre aber, daß zwei oder drei Personen gemeinsam ein Abo schalten. Oder daß man einen freundlichen Menschen findet, der ein Abo spendet oder subventioniert. Abospenden, die dem Verlag zur Verfügung stehen, werden vorrangig Einrichtungen wie Jugendtreffs oder Bibliotheken zur Verfügung gestellt. Fest steht jedenfalls, daß ohne das solidarische Prinzip die junge Welt nicht existieren könnte. Dafür danken wir allen, die sich aktiv daran beteiligen.
Verlag, Redaktion, Genossenschaft
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
