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Erneut Aufmarsch in Dortmund

Dortmund. Am Antikriegstag, dem 1. September, wollen Neofaschisten unter der Losung »Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege« erneut in Dortmund marschieren. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) hat den Polizeipräsidenten Hans Schulze aufgefordert, den Aufmarsch zu verbieten. In dem Offenen Brief an Schulze heißt es: »Justiz und Polizei haben die Nazis in Dortmund mit ihrer bisherigen Praxis eingeladen, antifaschistische und friedenspolitische Gedenktage für ihre widerlichen Aufmärsche zu mißbrauchen. Nach dem 27. Januar und dem 1. Mai ist nun der Antikriegstag an der Reihe.« Dafür hätten sich die Rechten ausgerechnet den Dortmunder Friedensplatz ausgeguckt. Auch das Bündnis Dortmund gegen rechts und das Dortmunder Friedensforum fordern das Verbot des Aufmarsches. Angesichts der Erfahrungen, zuletzt am 1. Mai, bereiten sie dennoch Proteste und eine Kundgebung unter dem Motto »Nie wieder Faschismus! Nein zum Krieg!« vor. Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 24. Juli um 19 Uhr im Reinoldinum, Schwanenwall 34, statt.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2007, Seite 15, Antifaschismus

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