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Aus: Ausgabe vom 17.03.2007, Seite 16 / Aktion

Auf der richtigen Site

Warum immer mehr Menschen die junge Welt auch im Internet lesen. Warum ein Online-Abo auch für Printabonnenten lohnend ist
jungewelt.de – sticht ins Auge, schärft den Blick
jungewelt.de – sticht ins Auge, schärft den Blick
In einer großen freien Online-Enzyklopädie findet sich folgender Eintrag: »Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist eine politisch tendenziöse staatliche Überwachungsbehörde. Ihr Selbstbild ist das eines Inlandsnachrichtendienstes, dessen wichtigste Aufgabe die Überwachung verfassungsfeindlicher Bestrebungen in der Bundesrepublik Deutschland ist.

Nach Einschätzung der Tageszeitung junge Welt verstößt die Behörde mit der geheimdienstlichen Überwachung der Fraktion Die Linke. im Bundestag gegen Grund- und Verfassungsschutzgesetz.

Die junge Welt vertritt die Ansicht, daß der Verfassungsschutz ›eine nichtkapitalistische Wirtschaftsordnung mit der Ablehnung der freiheitlichen Demokratie gleichsetze‹, zudem wird ihm vorgeworfen, mit dem ›Extremismusvorwurf‹ jede unliebsame Opposition von Sozialisten und Antifaschisten zu verunglimpfen und zu überwachen.

Der Verfassungsschutz wurde 1950 unter Mitwirkung von Nachrichtendiensten der Alliierten und ehemaligen Nazi-Geheimdienstlern und -Polizisten gegründet. Damit sollte die Opposition gegen Wiederaufrüstung und kalten Krieg überwacht und ein antikommunistisches Feindbild in der Bevölkerung gefördert werden.«

Verbreitung wächst

Wie unsere V-Leute in der Kölner Zentrale des Dienstes glaubhaft versichern, sei dort mehrfach versucht worden, eine Darstellung einzubringen, die dem Neutralitätsgebot eines Lexikons eher entspricht und die Meinung der jungen Welt zum Verfassungsschutz als »Positionierung und Kritik« relativiert. Als vorbildlich gilt der Eintrag zur jungen Welt selbst in dieser Enzyklopädie. (Vgl. ­de.wikipedia.org/wiki/Junge_Welt). Der Zeitung nahestehende User, so wird vermutet, manipulierten hartnäckig den Artikel zum BfV, um zu verhindern, daß sich Leser zunächst ein unbefangenes Bild machen könnten. »Wir wollen nicht anders behandelt werden, als sämtliche sonst dort aufgeführten Behörden und verbitten uns, daß eine marxistische Auffassung als maßgebende hingestellt wird.«, heißt es in einem internen Vermerk.


Doch zurück aus der Fiktion auf den Boden der Tatsachen: In der Realität verhält es sich mit diesen beiden Einträgen natürlich etwas anders. Fakt aber ist: Die junge Welt wird auch im Internet stärker wahrgenommen – bei Freund und Feind. Dafür gibt es gute Gründe. Die Verbreitung und Vernetzung von jungewelt.de hat deutlich zugenommen. Täglich wird von etwa 25000 IP-Adressen aus auf unser Angebot zugegriffen. Im Durchschnitt 2006 erzielten wir monatlich 3,5 Millionen Seitenaufrufe. Auch die Zahl der Online-Abonnenten wächst stetig.

Das Fundament dafür haben jene gelegt, die mit viel Enthusiasmus dafür sorgten, daß die junge Welt als eine der ersten Tageszeitungen überhaupt im Internet vertreten war. Und nicht zuletzt etliche Leserinnen und Leser, die das Projekt damals noch auf rein freiwilliger Basis finanziell unterstützten.

Baustelle, betreten erwünscht

Der Zuwachs spricht für ein gewachsenes Bedürfnis danach, sich mit den neoliberalen Realitäten nicht abzufinden: nach Analysen und Meinungen, die gegen den Strich bürsten, Interessen aufdecken und Beispiele für Widerstand gegen Sozialabbau und Krieg zeigen. Ein Beleg auch dafür, daß die Neuerungen und Erweiterungen, die wir im zehnten Jahr des jW-Internetauftrittes eingeführt haben, angenommen werden.

Layout und Aufbau der Rubriken lehnen sich jetzt stärker als bisher an der gedruckten Zeitung an. Eine klare, benutzerfreundliche Struktur der Seiten macht die Handhabung einfach. Seit dem Relaunch im letzten Jahr werden endlich so gut wie alle Artikel, Meldungen und Fotos auch im Internet veröffentlicht. Wir bieten Ihnen damit tatsächlich ein Produkt in zwei verschiedenen Medien. Die besonderen Möglichkeiten des Internets können wir nun dank professioneller Internetredaktion besser erschließen. So wurden mittlerweile 160 Artikelserien, die seit 1997 im Blatt erschienen sind, zugänglich gemacht und kategorisiert. Hier läßt sich einiges an Lektüre nachholen, was vielleicht längst in alten Zeitungsstapeln verschollen ist. Tausende Archiveinträge wurden bearbeitet, um die Suchmöglichkeiten zu erweitern und zu verbessern. In Dossiers bündeln wir fortlaufend Analysen, Berichte, Interviews und Dokumentationen zu Schwerpunkten der Zeitung aus Politik, Geschichte und Kultur. Zu wichtigen Zeitfragen und Debatten können Sie sich hier einen umfassenden und differenzierten Überblick darüber verschaffen, was in der jungen Welt dazu festgehalten wurde – etwa über die RAF und die antiautoritäre Bewegung, die Debatte zum Grundeinkommen, über die Macht der bürgerlichen Medien, zur Klimakatastrophe oder die Hysterie um die antikapitalistischen Äußerungen von Christian Klar.

An Erweiterungen zur Recherche der Thema-Beiträge und wichtiger Interviews wird gearbeitet. Damit wird Ihre Zeitung noch effektiver nutzbar – auch für die politische Arbeit und Bildung. Wir stehen dazu, daß möglichst viel jW im Internet frei zugänglich ist – auch für alle, die sich derzeit kein Online-Abo leisten können. Fast die komplette Tagesausgabe ist bereits am Vorabend, das Archiv der zurückliegenden drei Monate ist kostenfrei zugänglich. Ein Online-Abo ist sowohl eine günstige Alternative für verschworene Internetnutzer (von Köln bis Alaska) als auch eine echte Erweiterung für Printabonnenten.

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