Zum Inhalt der Seite

Schüren von Terror-Hysterie

Mainz. Mit ihrer spektakulären Aufdeckung eines angeblich geplanten Flugzeugattentates sind die deutschen Sicherheitsbehörden möglicherweise Spaßvögeln auf den Leim gegangen. Einer der vorübergehend Festgenommen sagte am Freitag im SWR, es sei nur ein »Spaß« gewesen, den die Polizei dummerweise ernst genommen habe. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung gab es zu keinem Zeitpunkt der Ermittlungen ernsthafte Verdachtsmomente, die Ermittler hätten den Fall wegen seiner Nichtigkeit längst zu den Akten gelegt gehabt. Die Bundesanwaltschaft habe ihn dann jedoch aufgebauscht, was in Berliner Sicherheitskreisen scharf kritisiert werde. So werde Hysterie geschürt, zitierte die Zeitung einen namentlich nicht genannten Beamten.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.11.2006, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!